IHK: Debatte über Regierungsbündnis mit AfD schadet dem Wirtschaftsstandort Sachsen-Anhalt

Kirchner: Kritik der IHK ist vollkommen haltlos, und zeigt eine anmaßende Ignoranz des Wählerwillens!

Die gegenwärtige Debatte der sachsen-anhaltischen CDU-Basis zu möglichen Regierungsbündnissen mit der AfD haben die IHK-Hauptgeschäftsführer Wolfgang März und Thomas Brockmeier heftig kritisiert. Sie erklärten dazu gestern, die politische Unruhe im Land sei für die hiesige Wirtschaft schädlich, da die Unternehmen dringend qualifizierte Zuwanderung benötigten. Brockmeier verwies darauf, dass durch Erwägung einer AfD-Regierungsbeteiligung der Eindruck entstehen könne, „Fremdenfeindlichkeit sei in Sachsen-Anhalt womöglich staatstragend“.

Der AfD-Fraktionschef im Landtag von Sachsen-Anhalt, Oliver Kirchner, weist den Vorwurf entschieden zurück:

„Als AfD setzen wir uns für qualifizierte Zuwanderung mit einem klar geregelten Einwanderungsgesetz ein, welches sich – quantitativ strikt begrenzt und auf Mangelberufe beschränkt – ausländischen Fachkräften nicht verschließt, aber gleichzeitig die deutschen Interessen wahrt. Höchste Priorität sollte in Deutschland jedoch die Qualifizierung der mehr als 2,1 Millionen jungen Erwachsenen ohne Berufsabschluss haben, mit der bereits eine ausreichende Nachwuchssicherung gewährleistet wäre. Die keinesfalls um politische Neutralität bemühten IHK-Geschäftsführer lassen dieses einheimische Nachwuchspotential geflissentlich außer Acht, und zeigen mit ihren Aussagen eine anmaßende Ignoranz des Wählerwillens. Offensichtlich hat die linke Doktrin auch in hiesigen Wirtschaftskreisen verfangen, weswegen man dort völlig blind gegenüber den tiefschürfenden Problemen im Land ist, die sich mit linkslastigen Regierungsbündnissen noch weiter verschlimmern werden.“

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