Friesen: Deutsch-Russisches Jugendwerk initiieren

Anlässlich der kommenden Sitzung des Deutsch-Russischen Rates für jugendpolitische Zusammenarbeit im November hat die AfD-Bundestagsfraktion eine umfangreiche Kleine Anfrage zum deutsch-russischen Jugendaustausch an die Bundesregierung gestellt.

Dazu erklärt das Mitglied des Auswärtigen Ausschusses und Vorsitzender der Jungen Alternative Thüringen, der AfD-Bundestagsabgeordnete für Süd-Thüringen, Dr. Anton Friesen:

„Seit dem Jahr 2006 fördert die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch die Begegnung von Schülern und Jugendlichen aus Deutschland und Russland. Dies geschah in Umsetzung des Regierungsabkommens zwischen beiden Ländern. In Zeiten von internationalen Spannungen und fehlender Empathie für historische Befindlichkeiten Russlands ist die Arbeit des Jugendaustausches nicht hoch genug einzuschätzen.

Die AfD steht für gute Beziehungen mit Russland. Deswegen sehen wir die rückläufigen Zahlen im Hinblick auf den Schüleraustausch mit Sorge. Warum die Bundesregierung die Fördermittel für den kommenden Haushalt nicht erhöht hat, bleibt daher ein Rätsel – insbesondere da im Koalitionsvertrag ausdrücklich eine Stärkung des internationalen Jugendaustausches festgeschrieben wurde.

Es ist auch nicht nachzuvollziehen, warum die Bundesregierung bislang noch nicht die Errichtung eines Jugendwerkes mit der russischen Regierung diskutiert hat. Dies ist umso verwunderlicher, als dass die Regierung in Moskau dem Ausbau des deutsch-russischen Jugendaustausches aufgeschlossen gegenübersteht. Die Initiierung eines Jugendwerkes wäre eine Möglichkeit neue Brücken zu schlagen und langfristig zu einer Annäherung beider Völker beizutragen. Das konnten wir bereits eindrucksvoll am Beispiel des Deutsch-Französischen Jugendwerkes beobachten. Dieses kann als Vorbild und Blaupause dienen. Als Sitz eines solchen Jugendwerkes könnte Suhl fungieren. Die Stadt in Südthüringen unterhält mit Kaluga immerhin die älteste deutsch-russische Städtepartnerschaft.

Bei der kommenden Sitzung des Deutsch-Russischen Rates für jugendpolitische Zusammenarbeit im November und bei anderen bilateralen Gesprächen auf Regierungsebene sollte die Bundesregierung sich daher für die Initiierung eines Deutsch-Russischen Jugendwerkes einsetzen.“

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